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Fadenlifting Dimpling: Ursachen & Lösungen für Profis

Fadenlifting Dimpling und Hautdellen sind bekannte, aber vermeidbare Komplikationen. Als Fachanwender ist es entscheidend, die Ursachen wie eine falsche Fadenplatzierung zu kennen, um diese Komplikation präventiv zu vermeiden oder professionell zu korrigieren.

  • Identifizieren Sie die Ursache: Meist liegt der Faden zu oberflächlich oder wurde zu straff gezogen.
  • Vermeiden Sie Dimpling durch korrekte Platzierung der Fäden in der richtigen Gewebeschicht (SMAS).
  • Behandeln Sie Hautdellen frühzeitig durch gezielte Massage oder professionelle Korrekturmaßnahmen.
  • Planen Sie eine gezielte Korrektur, falls sich die Dellen nicht innerhalb von 2-4 Wochen spontan bessern.
Fadenlifting Dimpling & Hautdellen: Fachwissen zu Ursachen, Prävention und Korrektur

Was ist Dimpling nach einem Fadenlifting?

Dimpling bezeichnet das Auftreten von sichtbaren Hautdellen, Einziehungen oder Unregelmäßigkeiten an der Hautoberfläche nach der Implantation von Fäden. Diese Erscheinung ist eine der häufigsten unerwünschten, aber meist vorübergehenden Nebenwirkungen des Fadenliftings. Aus unserer Erfahrung in der Beratung von Fachanwendern zeigt sich, dass es essenziell ist, zwischen temporärem, prozedurbedingtem Dimpling und persistierenden Hautdellen zu unterscheiden. Ersteres entsteht oft durch Gewebeverschiebung und normalisiert sich in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst. Persistierendes Dimpling hingegen deutet auf technische Fehler bei der Implantation oder eine inadäquate Materialwahl hin und erfordert möglicherweise eine gezielte Korrektur. Eine präzise Kenntnis der Ursachen ist der Schlüssel zur Prävention und zum professionellen Management dieser Komplikation.

Ursachen für Hautdellen beim Fadenlifting

Die Entstehung von Dimpling ist multifaktoriell und fast immer auf die Anwendungstechnik zurückzuführen. Ein tiefes Verständnis der zugrundeliegenden Ursachen ermöglicht es qualifizierten Anwendern, das Risiko signifikant zu minimieren. Die Hauptfaktoren liegen in der Interaktion zwischen Faden, Gewebe und der durchführenden Hand. Eine sorgfältige Analyse des Behandlungsareals und der individuellen Anatomie des Patienten ist daher vor jeder Behandlung unerlässlich.

Zu oberflächliche Platzierung des Fadens

Die häufigste Ursache für Dimpling ist eine zu oberflächliche Platzierung des Fadens. Werden Fäden, insbesondere solche mit Widerhaken (COG-Fäden), nicht tief genug im subkutanen Fettgewebe oder nahe der SMAS-Schicht (Superficial Musculoaponeurotic System) verankert, können die Widerhaken die Dermis direkt erfassen und nach unten ziehen. Dies führt unweigerlich zu einer sichtbaren Einziehung der Hautoberfläche. Die korrekte Tiefe ist entscheidend und variiert je nach anatomischer Region und Hautdicke des Patienten. Eine präzise Technik und Kenntnis der Gesichtsanatomie sind hierfür unabdingbar.

Übermäßige Spannung am Faden

Eine weitere zentrale Ursache ist die Applikation von zu viel Zugkraft auf den Faden. Insbesondere bei Lifting-Behandlungen mit COG-Fäden neigen unerfahrene Anwender manchmal dazu, das Gewebe zu stark zu straffen. Diese übermäßige Spannung führt zu einer Raffung und Kompression des Gewebes entlang des Fadenverlaufs, was sich als Delle oder Wulst manifestieren kann. Das Ziel ist eine sanfte Repositionierung des Gewebes, keine aggressive Straffung. Die Spannung sollte so justiert werden, dass ein natürliches Ergebnis ohne sichtbare Verwerfungen erzielt wird.

Ungeeigneter Fadentyp oder -stärke

Die Auswahl des falschen Fadenmaterials kann ebenfalls zu Dimpling führen. Die Verwendung von zu dicken oder stark profilierten Widerhakenfäden in Bereichen mit sehr dünner Haut, wie der periorbitalen Region, erhöht das Risiko erheblich. Hier sind oft dünnere, glatte Fäden oder Widerhakenfäden mit feineren Barbs die bessere Wahl. Die Entscheidung für den passenden Fadentyp, ob PDO, PLLA oder PLACL, sowie die richtige Stärke (Gauge) muss individuell auf die Indikation und die Hautqualität des Patienten abgestimmt sein.

Individuelle Gewebebeschaffenheit

Auch patientenspezifische Faktoren spielen eine Rolle. Personen mit sehr dünner, atrophischer Haut, geringem subkutanem Fettgewebe oder starken fibrösen Septen neigen eher zur Bildung von Hautdellen. In solchen Fällen ist eine besonders vorsichtige Technik mit feineren Fäden und geringerer Spannung erforderlich. Eine gründliche Anamnese und Hautanalyse vor der Behandlung hilft, Risikopatienten zu identifizieren und die Behandlungsstrategie entsprechend anzupassen.

Wie lässt sich Fadenlifting Dimpling präventiv vermeiden?

Die Prävention von Hautdellen ist der beste Ansatz und basiert auf drei Säulen: fundiertes Wissen, präzise Technik und die richtige Materialwahl. Für professionelle Anwender bedeutet dies eine kontinuierliche Weiterbildung und eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vorgehensweise. Eine korrekte Durchführung minimiert nicht nur das Risiko von Dimpling, sondern sichert auch qualitativ hochwertige und zufriedenstellende Behandlungsergebnisse.

Korrekte Implantationstechnik und -tiefe

  • Platzierung in der korrekten Gewebeschicht (tiefes subkutanes Fettgewebe).
  • Verwendung stumpfer Kanülen (L-Typ oder W-Typ) zur Minimierung von Gewebetraumata und zur besseren Steuerung der Tiefe.
  • Gleichmäßiger Vorschub der Kanüle ohne ruckartige Bewegungen.
  • Ständige Palpation der Hautoberfläche während der Implantation zur Kontrolle der Fadentiefe.

Adäquate Spannungsanpassung

  • Anwendung einer minimalen, aber effektiven Spannung, um das Gewebe zu repositionieren, nicht zu raffen.
  • Überprüfung des Ergebnisses in verschiedenen mimischen Positionen des Patienten vor dem finalen Kürzen der Fäden.
  • Sanftes Ausstreichen des Gewebes nach dem Spannen des Fadens, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.

Sorgfältige Material- und Patientenauswahl

Eine sorgfältige Auswahl der Patienten ist entscheidend. Nicht jeder Patient ist ein idealer Kandidat für ein Fadenlifting. Bei sehr schlaffer oder extrem dünner Haut müssen die Erwartungen realistisch gemanagt werden. Wählen Sie zudem immer hochwertige Fäden für das Fadenlifting von zertifizierten Herstellern. Die Fadendicke und -art müssen exakt auf das Behandlungsareal und die Hautdicke abgestimmt sein. Ein breites Portfolio an unterschiedlichen Fäden ermöglicht eine individualisierte und damit sicherere Behandlung.

Management und Korrektur von bestehendem Dimpling

Tritt trotz aller Vorsicht ein Dimpling auf, ist ein strukturiertes Vorgehen gefragt. Die Art und der Zeitpunkt der Korrekturmaßnahme hängen davon ab, wann die Hautdelle bemerkt wird und wie stark sie ausgeprägt ist. Schnelles und überlegtes Handeln kann das Problem oft unkompliziert lösen.

Sofortmaßnahmen (intraoperativ)

Wird eine Einziehung direkt nach dem Setzen des Fadens bemerkt, ist die Korrektur am einfachsten. Der Faden kann vorsichtig gelockert und die Spannung reduziert werden. Oft hilft ein sanftes Massieren oder Ausstreichen des Gewebes entlang des Fadens, um die Haut zu glätten. In manchen Fällen muss der Faden ein Stück zurückgezogen und in einer etwas tieferen Ebene neu platziert werden. Dieses Vorgehen erfordert Fingerspitzengefühl, um das Gewebe nicht zusätzlich zu traumatisieren.

Frühe Korrekturen (erste 1-2 Wochen)

In der frühen postoperativen Phase sind viele Dellen noch durch Schwellungen und Gewebeanpassung bedingt. Oft ist es ratsam, zunächst abzuwarten. Kräftige Massagen entlang des Fadenverlaufs können helfen, das Gewebe zu lockern und die Einziehung zu lösen. Der Patient sollte entsprechend instruiert werden. Falls die Delle nach einigen Tagen persistiert, kann eine gezielte, feste Massage durch den Anwender oder in manchen Fällen eine Subzision mit einer Kanüle zur Lösung der Adhäsion versucht werden.

Spätere Korrekturen (nach 2-4 Wochen)

Besteht das Dimpling auch nach mehreren Wochen noch, hat sich der Faden bereits im Gewebe integriert. Eine einfache Massage ist dann oft nicht mehr ausreichend. Mögliche Optionen sind die gezielte Unterspritzung der Delle mit einer kleinen Menge unvernetzter Hyaluronsäure oder die Durchführung einer Subzision, um die fibrotische Verankerung des Fadens an der Dermis zu durchtrennen. In sehr seltenen und hartnäckigen Fällen kann die Entfernung des Fadenabschnitts notwendig werden, was jedoch einen invasiveren Eingriff darstellt.

Prognose: Wann normalisiert sich die Haut?

Die Prognose bei Fadenlifting-Dimpling ist im Allgemeinen sehr gut. Die große Mehrheit der leichten bis moderaten Hautdellen, die unmittelbar nach der Behandlung auftreten, verschwindet innerhalb von 1 bis 3 Wochen von selbst. Dieser Zeitraum wird benötigt, damit sich die initiale Schwellung zurückbildet, das Gewebe sich an die neue Position anpasst und der Faden sich ’setzt‘. Persistierende Dellen, die auf technische Fehler zurückzuführen sind, benötigen aktive Korrekturmaßnahmen, haben aber ebenfalls eine gute Prognose, wenn sie von einem erfahrenen Anwender behandelt werden. Die Verwendung von qualitativ hochwertigen, vollständig resorbierbaren Fäden stellt sicher, dass selbst im unwahrscheinlichen Fall einer verbleibenden Unregelmäßigkeit das Problem zeitlich begrenzt ist.

Wichtige Hinweise für die professionelle Praxis

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen temporärem und persistierendem Dimpling?

Temporäres Dimpling ist eine oft harmlose Einziehung, die sich binnen Tagen bis Wochen von selbst glättet. Persistierendes Dimpling hingegen bleibt über Wochen bestehen und kann auf eine falsche Fadentechnik oder eine inadäquate Fadenplatzierung hindeuten, die eine Korrektur erfordert.

Warum entstehen Hautdellen nach dem Einsetzen von PDO-Fäden?

Hautdellen (Dimpling) entstehen meist durch eine zu oberflächliche Platzierung des Fadens oder durch ungleichmäßigen Zug, der das Gewebe punktuell nach innen zieht. Auch eine inadäquate Mobilisierung der Haut nach der Implantation kann eine Ursache für solche Einziehungen sein.

Wie erkennt man ein behandlungsbedürftiges Fadenlifting Dimpling?

Ein behandlungsbedürftiges Dimpling erkennen Sie an tiefen, auch in entspannter Mimik sichtbaren Einziehungen, die länger als 2-3 Wochen persistieren. Schmerzhaftigkeit oder deutliche Asymmetrien sind ebenfalls klare Indikatoren für die Notwendigkeit einer professionellen Intervention.

Welche Korrekturmethoden gibt es bei ausgeprägten Hautdellen?

Bei ausgeprägten Hautdellen kann eine sanfte Massage, eine gezielte Subzision zur Lösung der Verankerung oder das Auffüllen mit Hyaluronsäure helfen. In seltenen Fällen kann auch die teilweise oder vollständige Entfernung des Fadens die einzig wirksame Lösung sein.

Wie lange dauert es, bis sich leichte Hautdellen nach Fadenlifting glätten?

Leichte, oberflächliche Hautdellen, die durch die Behandlungsprozedur selbst entstehen, glätten sich in der Regel innerhalb von 7 bis 14 Tagen. Eine genaue Beurteilung des Ergebnisses sollte erst nach vollständigem Abklingen initialer Schwellungen durch Sie als Anwender erfolgen.

Kann die Wahl des Fadentyps das Risiko für Dimpling beeinflussen?

Ja, die Wahl des Fadens ist entscheidend, da Fadendicke, Material und Art der Widerhaken (Barbs) das Risiko beeinflussen. Dünnere, glatte Fäden verursachen seltener Dimpling als dicke Zugfäden mit aggressiven Barbs, die eine präzisere Platzierung erfordern.

Muss bei einem Fadenlifting Dimpling der Faden immer entfernt werden?

Nein, eine Entfernung ist nicht immer notwendig und sollte die letzte Option sein. Oft genügen konservative Maßnahmen wie Massagen oder eine Subzision. Eine sorgfältige Abwägung ist essenziell; konsultieren Sie hierzu stets die Protokolle des jeweiligen Herstellers.

Glossar

Asymmetrie
Sichtbare Ungleichmäßigkeit des Behandlungsergebnisses, die durch ungleiche Fadenspannung oder Platzierung entstehen und zu Dellen führen kann.
Biokompatibilität
Die Eigenschaft von Materialien wie PDO oder PLACL, im Körper keine unerwünschten Abstoßungs- oder Entzündungsreaktionen hervorzurufen.
Fibrose
Gewebsvermehrung durch Kollagenfaserbildung um den Faden. Eine übermäßige Fibrosierung kann zu Verhärtungen und sichtbaren Dellen führen.
Kanüle
Instrument zur subkutanen Einführung der Fäden. Stumpfe Kanülen minimieren das Risiko von Gewebetraumata, die zu Dimpling beitragen können.
Kollagenese
Die gezielte Anregung der körpereigenen Kollagenproduktion durch den eingebrachten Faden, welche den eigentlichen Straffungseffekt bewirkt.
PDO (Polydioxanon)
Ein vollständig resorbierbares, biokompatibles Polymer, das seit Jahrzehnten als chirurgisches Nahtmaterial und für Fadenliftings verwendet wird.
PLACL
Ein resorbierbares Copolymer aus Poly-L-Milchsäure und Caprolacton, bekannt für seine längere Haltbarkeit und starke kollagenstimulierende Wirkung.
Subdermal
Bezeichnet die Gewebeschicht direkt unter der Dermis, in die Fäden für ein optimales Ergebnis und zur Vermeidung von sichtbaren Dellen platziert werden.
Traktion
Die mechanische Zugkraft, die der Faden auf das Gewebe ausübt. Eine zu hohe oder ungleichmäßige Traktion ist eine Hauptursache für Dimpling.
Vektortechnik
Die strategische Ausrichtung der Fäden entlang von Spannungsvektoren, um einen maximalen Lifting-Effekt bei minimalem Risiko für Dellen zu erzielen.

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