Fadenlifting Po: Gesäß Anhebung für Ihre Praxis
Das Fadenlifting am Po ist eine minimalinvasive Option zur Straffung und Formung des Gesäßes. Hier erfahren Sie, welche Fäden sich eignen, welche Techniken sich bewährt haben und worauf es bei der Durchführung ankommt.
- Nutzen Sie zugstarke COG-Fäden (PDO/PLACL) für einen maximalen Lifting-Effekt und gezielte Kollagenstimulation.
- Erzielen Sie eine moderate Anhebung und Konturierung des Gesäßes ohne chirurgischen Eingriff und lange Ausfallzeiten.
- Positionieren Sie die Fäden vektoriell im subkutanen Fettgewebe, um das Gewebe effektiv zu stützen und neu zu formen.

Fadenlifting am Po: Was ist das Ziel der Behandlung?
Beim Fadenlifting am Gesäß geht es um Straffung und Kontur, nicht um Volumen. Die Methode eignet sich für Patienten mit leichter bis mittlerer Erschlaffung, die keinen chirurgischen Eingriff wünschen. Durch das Einbringen resorbierbarer Zugfäden wird das Gewebe mechanisch angehoben. Gleichzeitig regt das Fadenmaterial die Kollagenbildung an, was mittelfristig die Hautfestigkeit verbessert. In der Praxis hat sich gezeigt: Der Erfolg hängt entscheidend von der richtigen Patientenselektion ab. Wer zu viel verspricht oder die falschen Kandidaten behandelt, riskiert Unzufriedenheit.
Indikationen für die Gesäß-Anhebung mit Fäden
Die Auswahl der Patienten ist der wichtigste Faktor. Nicht jeder Befund lässt sich mit Fäden zufriedenstellend korrigieren. Eine genaue Beurteilung der Hautqualität, des Gewebetonus und der Erwartungshaltung ist unerlässlich.
Ideale Patientenselektion
- Patienten mit leichter bis moderater Haut- und Gewebeerschlaffung (Ptosis Grad I-II).
- Wunsch nach einer verbesserten Kontur und einer dezenten Anhebung der unteren Gesäßhälfte (Bananenfalte).
- Gute bis sehr gute Hautelastizität und -qualität ohne signifikante Cellulite.
- Patienten, die eine minimal-invasive Behandlung ohne lange Ausfallzeiten bevorzugen.
- Realistische Erwartungshaltung bezüglich des erreichbaren Lifting-Effekts.
Kontraindikationen und Grenzen der Methode
- Ausgeprägte Ptosis mit signifikantem Hautüberschuss, die eine chirurgische Resektion erfordert.
- Deutlicher Volumenverlust, der primär mit Dermal-Fillern oder Eigenfett behandelt werden sollte.
- Sehr dünne Haut oder mangelndes Unterhautfettgewebe, da die Fäden sichtbar oder tastbar sein könnten.
- Aktive Hautinfektionen, Autoimmunerkrankungen oder bekannte Allergien gegen das Fadenmaterial.
- Unrealistische Erwartungen an eine dramatische Veränderung, die nur durch ein operatives Gesäßlifting erreicht werden kann.
Welche Fäden eignen sich für das Fadenlifting am Po?
Die Auswahl der resorbierbaren Fäden entscheidet über den Behandlungserfolg. Wegen der hohen mechanischen Belastung im Gesäßbereich sind ausschließlich starke Zugfäden mit Widerhaken (COG-Fäden) sinnvoll. Glatte Fäden haben hier keinen Lifting-Effekt.
Material: PDO, PLLA und PLACL im Vergleich
PDO-Fäden bieten gute initiale Zugkraft und resorbieren nach 6 bis 9 Monaten. PLLA- und PLACL-Fäden halten länger (12 bis 24 Monate) und stimulieren die Kollagenbildung stärker. Aus unserer Erfahrung bevorzugen viele Anwender PLACL für diese Indikation, da die längere Haltbarkeit den Aufwand rechtfertigt. Unser Sortiment umfasst eine breite Auswahl an Fadenlifting-Produkten für unterschiedliche Anforderungen.
Fadentyp: Warum COG-Fäden essenziell sind
Für die Anhebung des Gesäßes sind COG-Fäden (Widerhakenfäden) unerlässlich. Die mikroskopisch kleinen Widerhaken verankern sich im subkutanen Gewebe und ermöglichen es, die Haut mechanisch zu heben. Glatte Fäden oder Widerhakenfäden unterscheiden sich hier deutlich: Glatte Fäden dienen primär der Biostimulation, haben aber keine ausreichende Zugkraft für ein Lifting. Es werden bidirektionale oder multidirektionale COG-Fäden verwendet, um eine stabile und gleichmäßige Verankerung zu gewährleisten.
Fadenspezifikationen: Länge und Stärke
Für die Behandlung des Gesäßes brauchen Sie lange und dicke Fäden. Oft sind Längen von 150 mm bis 250 mm nötig, um den gesamten Behandlungsvektor abzudecken. Die Fadenstärke sollte hoch sein (z. B. USP 0 bis 2), um der Gewichts- und Bewegungslast standzuhalten. Zu dünne oder zu kurze Fäden führen zu unzureichenden Ergebnissen oder Fadenriss.
Ablauf der Gesäß-Anhebung: Schritt für Schritt
- Anamnese und Aufklärung: Detaillierte Beratung über Möglichkeiten, Grenzen, Risiken und den postinterventionellen Verlauf.
- Planung und Markierung: Im Stehen werden die Vektoren für die Fadeneinführung präzise auf der Haut markiert, um die gewünschte Heberichtung festzulegen.
- Desinfektion und Lokalanästhesie: Das Behandlungsareal wird großflächig desinfiziert. Anschließend erfolgt die Injektion eines Lokalanästhetikums an den Ein- und Austrittspunkten sowie entlang der Fadenkanäle.
- Einführung der Fäden: Die COG-Fäden werden mittels einer stumpfen Führungskanüle entlang der markierten Vektoren in das subkutane Fettgewebe platziert.
- Verankerung und Straffung: Nach korrekter Positionierung aller Fäden wird die Kanüle entfernt. Durch leichten manuellen Zug am Fadenende und gleichzeitige Kompression der Haut verhaken sich die Widerhaken im Gewebe. Das Gewebe wird in die neue Position gehoben.
- Anpassung und Abschluss: Überschüssige Fadenenden werden bündig an der Hautoberfläche abgeschnitten. Die kleinen Eintrittsstellen werden mit Pflastern versorgt.
Vorteile und Risiken der Po-Anhebung mit Fäden
Wie bei jeder ästhetischen Behandlung müssen Vorteile und Risiken sorgfältig abgewogen werden. Eine transparente Kommunikation ist für die Patientenzufriedenheit unerlässlich.
Vorteile der minimal-invasiven Methode
- Keine Notwendigkeit einer Vollnarkose, die Behandlung erfolgt unter Lokalanästhesie.
- Deutlich kürzere Ausfallzeit im Vergleich zu einem chirurgischen Eingriff.
- Keine sichtbaren Narben, da nur winzige Punktionseinstiche erforderlich sind.
- Doppelter Effekt: Sofortiger mechanischer Lift und langfristige Biostimulation.
- Die Behandlung ist wiederholbar, um das Ergebnis aufzufrischen oder zu verstärken.
Mögliche Risiken und Komplikationen
- Häufige, meist temporäre Nebenwirkungen: Schwellungen, Hämatome, leichte Schmerzen.
- Mögliche Komplikationen: Infektionen, Asymmetrien, sicht- oder tastbare Fäden.
- Spezifische Risiken: Hauteinziehungen (Dimpling), Fadenmigration oder Fadenbruch bei zu starker Belastung.
- Unzufriedenstellendes ästhetisches Ergebnis bei falscher Indikationsstellung oder Technik.
Nachsorge und Haltbarkeit der Ergebnisse
Eine korrekte Nachsorge minimiert Risiken und verlängert die Haltbarkeit. Patienten sollten für etwa 2 bis 3 Wochen auf intensiven Sport verzichten, insbesondere auf Übungen, die die Gesäßmuskulatur stark beanspruchen (z. B. Kniebeugen). Längeres Sitzen sollte in den ersten Tagen vermieden werden. Das Tragen von Kompressionskleidung kann Schwellungen reduzieren und das Ergebnis stabilisieren. In der täglichen Praxis zeigt sich: Die Haltbarkeit ist individuell und materialabhängig. Rechnen Sie mit einem sichtbaren Ergebnis für 12 bis 24 Monate, wobei die kollagenstimulierende Wirkung länger anhalten kann. Weitere Informationen zur Anwendung am Körper finden Sie auch in unserer Blog-Kategorie zum Thema Po / Gesäß.
Häufig gestellte Fragen zum Fadenlifting am Po
Was ist ein Fadenlifting zur Anhebung des Gesäßes?
Das Fadenlifting am Gesäß ist eine minimalinvasive Methode zur Straffung und Anhebung der Gesäßpartie. Dabei werden spezielle, resorbierbare Fäden (z.B. aus PDO oder PLACL) in das Unterhautfettgewebe eingebracht, um hängende Hautpartien zu heben und die Kollagenproduktion anzuregen.
Welche Fäden eignen sich für eine Gesäßstraffung am besten?
Für ein effektives Fadenlifting am Po werden primär starke Zugfäden mit Widerhaken (COG-Fäden) verwendet. Die Wahl des Materials und der Fadenstärke hängt von der Hautbeschaffenheit und dem gewünschten Lifting-Effekt ab. In unserem Sortiment finden Sie CE-zertifizierte Fäden für diese Indikation.
Wie viele Fäden werden für eine Gesäß-Anhebung mit Fadenlifting benötigt?
Die Anzahl ist individuell und hängt vom Ausgangsbefund sowie dem Behandlungsziel ab. In der Regel werden pro Gesäßhälfte zwischen 5 und 15 Zugfäden platziert, um ein stabiles und symmetrisches Ergebnis zu erzielen. Eine genaue Planung ist hier essenziell.
Welche Risiken bestehen bei einem Fadenlifting am Po?
Zu den möglichen Risiken zählen Hämatome, Schwellungen, Infektionen und vorübergehende Schmerzen. Bei unsachgemäßer Anwendung können Asymmetrien oder sichtbare Fäden auftreten. Eine fachgerechte Technik und sterile Arbeitsweise sind zur Risikominimierung unerlässlich.
Was müssen Patienten nach einer Gesäß-Anhebung mit Fäden beachten?
Weisen Sie Ihre Patienten an, für ca. 2 bis 3 Wochen auf Sport, Saunabesuche und starken Druck auf das Behandlungsareal zu verzichten. Das Tragen von Kompressionskleidung kann den Heilungsprozess unterstützen und das Ergebnis optimieren. Eine ausführliche Aufklärung sichert die Compliance.
Wie lange hält das Ergebnis einer Po-Anhebung mit Fäden?
Die Haltbarkeit hängt von verschiedenen Faktoren wie dem verwendeten Fadenmaterial und dem Lebensstil des Patienten ab. Im Durchschnitt hält der Lifting-Effekt zwischen 12 und 24 Monaten, da die induzierte Kollagensynthese für eine nachhaltige Straffung sorgt.
Kann das Fadenlifting am Po mit anderen Behandlungen kombiniert werden?
Ja, die Kombination mit Biostimulatoren wie Sculptra oder Fillern auf Hyaluronsäure-Basis ist möglich, um zusätzlich Volumen aufzubauen und die Hautqualität zu verbessern. Beachten Sie dabei die empfohlenen Zeitabstände zwischen den einzelnen Behandlungen laut Herstellerangaben.
Glossar: Fachbegriffe zum Fadenlifting am Gesäß
- Biokompatibilität
- Beschreibt die Eigenschaft eines Materials, im biologischen Gewebe keine unerwünschten Reaktionen hervorzurufen. Eine Grundvoraussetzung für alle resorbierbaren Fäden.
- Cog-Fäden (Hakenfäden)
- Spezialfäden mit bidirektionalen oder multidirektionalen Widerhaken, die eine mechanische Verankerung im Gewebe und somit einen sofortigen Lifting-Effekt ermöglichen.
- Glutealregion
- Der anatomische Fachbegriff für den Bereich des Gesäßes, der die Glutealmuskulatur und das darüberliegende Fett- und Hautgewebe umfasst.
- Kollagenese
- Die durch die Fadenimplantation induzierte Neubildung von Kollagenfasern. Dieser Prozess führt zu einer langfristigen Straffung und Volumenverbesserung des Gewebes.
- PDO (Polydioxanon)
- Ein vollständig resorbierbares, biokompatibles Polymer, das seit Jahrzehnten in der Chirurgie verwendet wird und eine kontrollierte Kollagenese induziert.
- PLACL
- Ein Copolymer aus Poly-L-Lactid und ε-Caprolacton. Es ist für seine lange Haltbarkeit und starke kollagenstimulierende Wirkung bekannt.
- Ptosis (Gluteal-)
- Medizinischer Begriff für das Absinken des Gesäßgewebes aufgrund von Schwerkraft, Volumenverlust oder nachlassender Hautelastizität.
- Subkutanes Gewebe
- Die Schicht aus Fett- und Bindegewebe direkt unter der Dermis, in die die Lifting-Fäden zur Verankerung und zum Anheben platziert werden.
- Vektortechnik
- Die präzise Platzierung der Fäden entlang vordefinierter Linien (Vektoren), um eine maximale und natürliche Anhebung des Gewebes zu erzielen.