GRATIS DHL Versand in Deutschland

Vor 13 Uhr bestellt, Versand am selben Werktag

Kauf auf Rechnung

0,00 
zzgl. MwSt.

PDO Fäden (Polydioxanon): Material, Wirkung & Einsatz

PDO Fäden aus Polydioxanon sind seit Jahrzehnten als chirurgisches Nahtmaterial im Einsatz. Heute nutzen wir dieses resorbierbare Polymer gezielt für minimalinvasive Liftingverfahren. Hier finden Sie die wissenschaftlichen Grundlagen, Materialeigenschaften und praktischen Einsatzbereiche für Ihre tägliche Arbeit.

  • Bestehen aus Polydioxanon, einem synthetischen, vollständig resorbierbaren und biokompatiblen Polymer.
  • Stimulieren gezielt die Kollagensynthese (Neokollagenese) und verbessern so die Hautstruktur.
  • Werden durch Hydrolyse innerhalb von etwa 6 bis 8 Monaten vollständig vom Körper abgebaut.
  • Ermöglichen je nach Fadentyp (Mono, Screw, COG) unterschiedliche Anwendungen von der Hautstraffung bis zum Lifting.
  • Erfordern eine professionelle Anwendung durch qualifiziertes Fachpersonal zur Gewährleistung der Sicherheit.
PDO Fäden (Polydioxanon): Der komplette Fach-Guide zu Material, Wirkung und Anwendung

Was ist Polydioxanon (PDO) für Fäden?

Polydioxanon, kurz PDO, ist ein synthetisches, vollständig resorbierbares Polymer. In der Chirurgie wird es seit den 1980er Jahren als Nahtmaterial eingesetzt. Für ästhetische Anwendungen werden daraus Fäden gefertigt, die zur Biostimulation und zum minimalinvasiven Lifting dienen. Das Material zeichnet sich durch seine hohe Biokompatibilität aus. Es löst keine pyrogenen oder antigenen Reaktionen aus. Der Abbau erfolgt durch Hydrolyse, eine langsame, wasserbasierte Spaltung der Polymerketten. Dieser Prozess ist gut vorhersagbar und hinterlässt keine schädlichen Metaboliten. In unserem Sortiment finden Sie eine breite Auswahl an zertifizierten PDO-Fäden für das Fadenlifting.

Wie wirken PDO Fäden im Gewebe?

Die Wirkung von PDO Fäden basiert auf zwei Mechanismen. Unmittelbar nach der Implantation bieten sie eine mechanische Stützfunktion. Das Gewebe wird leicht angehoben und gestrafft. Dieser Soforteffekt ist jedoch nur der erste Schritt. Die eigentliche Wirkung entfaltet sich in den folgenden Wochen. Das PDO-Material wirkt als kontrollierter Fremdkörperreiz und aktiviert die Fibroblasten. Diese produzieren neues Kollagen und Elastin. Dieser Prozess, die Neokollagenese, verdichtet und festigt die Dermis schrittweise. Während der Faden langsam resorbiert wird, bildet sich um ihn herum ein stabiles Kollagengerüst. Das Ergebnis: eine nachhaltig verbesserte Hautstruktur und ein langanhaltender Straffungseffekt. Mehr über resorbierbare Fäden in der ästhetischen Medizin erfahren Sie in unserem Leitfaden.

Welche Arten von PDO Fäden werden unterschieden?

PDO Fäden gibt es in verschiedenen Konfigurationen, die für spezifische Indikationen optimiert sind. Die Auswahl des richtigen Fadentyps entscheidet über den Behandlungserfolg. Grundsätzlich lassen sich drei Hauptkategorien unterscheiden. Jede hat ihre eigene Struktur und Wirkungsweise.

Glatte Fäden (Mono-Fäden)

Mono-Fäden sind glatte, einzelne Filamente. Sie werden primär zur Biostimulation und Hautverjüngung eingesetzt. In der Praxis bringen wir sie in einem netzartigen Muster in die Dermis ein, um die Kollagenproduktion flächig anzuregen. Ihr Hauptziel ist nicht das mechanische Lifting, sondern die Verbesserung von Hautqualität, Dichte und Elastizität. Sie eignen sich hervorragend für Areale mit feinen Linien oder beginnendem Elastizitätsverlust: Wangen, Hals, Dekolleté.

Spiral- und Screw-Fäden

Screw-Fäden (Schraubenfäden) bestehen aus einem oder zwei um die Nadel gewickelten PDO-Fäden. Diese Spiralform verleiht ihnen mehr Volumen als Mono-Fäden. Nach der Implantation entfalten sie sich im Gewebe und erzeugen einen leichten Volumeneffekt. Ideal, um definierte Falten wie die Nasolabialfalte anzuheben oder um bestimmten Arealen mehr Definition zu verleihen. Die stimulierende Wirkung auf die Kollagenproduktion ist durch die größere Materialoberfläche ebenfalls intensiviert.

Fäden mit Widerhaken (COG-Fäden)

COG-Fäden sind mit kleinen, in verschiedene Richtungen ausgerichteten Widerhaken (Barbs) ausgestattet. Diese verankern sich im subkutanen Gewebe und ermöglichen ein effektives mechanisches Lifting von abgesunkenen Partien. Sie sind die erste Wahl bei Konturverlusten: Hängebäckchen, Augenbrauen-Lifting oder Straffung der Kieferlinie. Der Unterschied zwischen den Fadentypen ist zentral, wie unser Beitrag über glatte Fäden vs. Widerhakenfäden detailliert erläutert.

Resorption und Wirkdauer von Polydioxanon

Die Resorptionsdynamik von Polydioxanon ist gut dokumentiert und sehr zuverlässig. Ein PDO Faden wird im Durchschnitt innerhalb von 6 bis 8 Monaten durch Hydrolyse vollständig abgebaut. Während dieser Zeit findet die entscheidende Neokollagenese statt. Das neu gebildete Kollagengerüst bleibt jedoch deutlich länger bestehen. Der sichtbare Effekt der Hautstraffung kann daher je nach Fadentyp, individuellem Stoffwechsel und Lebensstil des Patienten bis zu 12 oder sogar 18 Monate anhalten. Aus unserer Erfahrung ist es wichtig, diese Zeiträume in der Patientenaufklärung klar zu kommunizieren. Der Abbauprozess ist atraumatisch und hinterlässt keine permanenten Rückstände im Gewebe.

Typische Indikationen für PDO Faden Behandlungen

  • Gesichtskonturierung: Anheben der Wangenpartie, Definition der Jawline, Reduktion von Marionettenfalten und Nasolabialfalten.
  • Augenpartie: Anheben der Augenbrauen (Brow Lift), Straffung von Krähenfüßen und der unteren Augenpartie.
  • Hals und Dekolleté: Straffung schlaffer Hautpartien und Reduktion horizontaler Halsfalten (‚Tech Neck‘).
  • Körper: Hautstraffung an Oberarmen, Bauch, Oberschenkelinnenseiten oder über den Knien.
  • Hauttexturverbesserung: Flächige Einbringung von Mono-Fäden zur allgemeinen Revitalisierung und Festigung der Hautstruktur.
  • Narbenbehandlung: Verbesserung atropher Narben durch gezielte Kollageninduktion.

Sicherheitsprofil und Qualitätsanforderungen

Auswahl des passenden PDO Fadens für Ihre Praxis

Die Wahl des richtigen PDO Fadens richtet sich nach der Indikation, der Hautdicke und dem gewünschten Ergebnis. Für ein starkes Lifting benötigen Sie COG-Fäden mit hoher Zugfestigkeit. Zur Hautverjüngung und Texturverbesserung sind Mono-Fäden die bessere Wahl. Analysieren Sie präzise die Anatomie und die Wünsche Ihrer Patienten. Berücksichtigen Sie dabei auch die Länge und Stärke (USP-Klassifikation) des Fadens. Worauf sollte man achten? In der täglichen Praxis hat sich gezeigt, dass eine genaue Vektorplanung entscheidend ist. In unserem B2B-Shop bieten wir Ihnen ein sorgfältig kuratiertes Sortiment an hochwertigen PDO Fäden, wie zum Beispiel die Bijou PDO-Fäden, die eine Vielzahl von Indikationen abdecken. Bei Fragen zur Produktauswahl steht Ihnen unser Fachpersonal gerne beratend zur Seite.

Häufig gestellte Fragen zu PDO Fäden (Polydioxanon)

Was sind die Hauptvorteile von PDO Fäden für die ästhetische Praxis?

PDO Fäden aus Polydioxanon bieten eine hohe Biokompatibilität und sind vollständig resorbierbar, was das Risiko von Langzeitkomplikationen minimiert. Sie induzieren eine Kollagenneogenese, die einen dualen Effekt aus sofortiger Straffung und langfristiger Verbesserung der Hautstruktur ermöglicht.

Wie lange halten PDO Fäden Polydioxanon im Gewebe?

Die vollständige Resorption von Polydioxanon Fäden durch Hydrolyse dauert in der Regel 6 bis 8 Monate. Die durch die Kollagenstimulation erzielten ästhetischen Ergebnisse können jedoch deutlich länger, oft bis zu 12-18 Monate, anhalten, abhängig von Fadenart und Patient.

Wie wählt man den richtigen PDO Faden für eine Behandlung aus?

Die Auswahl richtet sich nach Indikation, Hautdicke und Areal. Dünne Mono-Fäden eignen sich zur Hautrevitalisierung, während COG-Fäden (Fäden mit Widerhaken) für ein effektives Lifting und zur Konturierung in Ihrer Praxis eingesetzt werden. Beachten Sie stets die Herstellerangaben.

Was sind entscheidende Qualitätsmerkmale bei Polydioxanon Fäden?

Achten Sie auf eine gültige CE-Zertifizierung, eine sterile Einzelverpackung und präzise Produktspezifikationen. Hochwertiges Material sichert eine vorhersagbare Resorptionsrate und minimiert das Risiko unerwünschter Gewebereaktionen. Unser Sortiment erfüllt diese hohen Standards.

Welche Nebenwirkungen können nach einem PDO Fadenlifting auftreten?

Zu den erwartbaren, temporären Reaktionen zählen leichte Schwellungen, Hämatome oder ein Spannungsgefühl. Ernstere Komplikationen wie Infektionen oder sichtbare Fäden sind selten und hängen stark von der Applikationstechnik und Produktqualität ab.

Kann man PDO Fäden mit Fillern oder Mesotherapie kombinieren?

Ja, die Kombination von PDO Fäden mit Dermal Fillern oder Mesotherapeutika ist eine gängige Methode, um synergistische Effekte zu erzielen. Es ist jedoch wichtig, die empfohlenen Zeitabstände zwischen den Behandlungen einzuhalten, um optimale und sichere Ergebnisse zu gewährleisten.

Glossar

Biokompatibilität
Eigenschaft eines Materials, im Gewebe keine unerwünschten Abstoßungs- oder Entzündungsreaktionen hervorzurufen. PDO ist für seine hohe Biokompatibilität bekannt.
Fibroblasten
Bindegewebszellen, die für die Produktion von Kollagen verantwortlich sind. PDO-Fäden stimulieren gezielt deren Aktivität zur nachhaltigen Gewebestraffung.
Hydrolyse
Chemische Spaltung einer Verbindung durch Reaktion mit Wasser. PDO-Fäden werden im Gewebe durch diesen Prozess langsam und kontrolliert abgebaut.
Kollagen-Neogenese
Die gezielte Neubildung von Kollagenfasern im Bindegewebe. Dies ist der primäre Wirkmechanismus von PDO-Fäden zur Verbesserung der Hautstruktur.
Polydioxanon (PDO)
Ein synthetisches, vollständig resorbierbares Polymer. Es wird seit Jahrzehnten als chirurgisches Nahtmaterial verwendet und ist der Grundstoff für PDO-Fäden.
Resorption
Der Prozess, bei dem ein Material vom Körper vollständig abgebaut wird. Die Resorptionszeit von PDO-Fäden variiert je nach Fadentyp und -stärke.
Vektorplanung
Die strategische Platzierung von Fäden entlang von Spannungs- und Zuglinien im Gewebe, um ein optimales und natürliches Lifting-Ergebnis zu erzielen.
Zugfäden (Cogs)
PDO-Fäden mit Widerhaken (Cogs), die sich im Gewebe verankern. Sie ermöglichen einen sofortigen mechanischen Lifting-Effekt bei der Behandlung.

Fazit

PDO Fäden aus Polydioxanon sind ein bewährtes Werkzeug für minimalinvasive Straffung und Hautverjüngung. Ihre Stärke liegt im dualen Wirkmechanismus: sofortige mechanische Straffung kombiniert mit langfristiger Kollagenneogenese. Die vollständige Resorbierbarkeit und hohe Biokompatibilität machen sie zu einer sicheren Option. Entscheidend für den Erfolg ist die Wahl des passenden Fadentyps. Mono-Fäden für flächige Revitalisierung, Screw-Fäden für definierte Volumengabe, COG-Fäden für effektives Lifting. Mit fundierter Technik und zertifizierten Produkten lassen sich vorhersagbare, natürliche Ergebnisse erzielen, die Ihre Patienten über viele Monate begleiten.

Warenkorb

Ich bin Fachanwender
Ich bin Privatkunde
Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Cookie-Einstellungen