AEVIJU Anwendung: Protokoll & Injektionsschema
Die korrekte AEVIJU Anwendung ist entscheidend für das Behandlungsergebnis. Als Skinbooster wird es zur tiefen Hydratation und Revitalisierung der Haut eingesetzt. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Einhaltung des Protokolls der Schlüssel zu reproduzierbaren Resultaten für Ihre Patienten ist.
- Injizieren Sie AEVIJU Plus intradermal in die mittlere bis tiefe Dermis zur Hautverjüngung.
- Folgen Sie dem Standardprotokoll mit drei Sitzungen im Abstand von jeweils vier Wochen.
- Verwenden Sie pro Gesichtshälfte das 5-Punkt-Injektionsschema für eine gleichmäßige Verteilung.
- Planen Sie Auffrischungsbehandlungen nach sechs Monaten, um das Ergebnis zu erhalten.

Was ist AEVIJU und wann wird es angewendet?
AEVIJU ist ein Skinbooster auf Basis von Polynukleotiden (PDRN), der speziell für die biorevitalisierende Behandlung der Haut entwickelt wurde. Seine Hauptfunktion ist die intensive Regeneration und Hydratation auf zellulärer Ebene. In der Praxis wird die AEVIJU Anwendung vor allem bei Indikationen wie feinen Linien, Elastizitätsverlust, fahlem Teint und trockener Haut empfohlen. Es dient der Verbesserung der allgemeinen Hautqualität und -textur.
Typische Behandlungsareale umfassen das Gesicht, den Hals, das Dekolleté sowie die Hände. Als professionelles Medizinprodukt ist es ausschließlich für die Anwendung durch qualifiziertes Fachpersonal vorgesehen. Die Wirkung basiert auf der Stimulierung von Fibroblasten und der Förderung der Kollagen- und Elastinsynthese, was zu einer nachhaltigen Verbesserung der Hautstruktur führt. Mehr über die Wirkweise von Polynukleotiden in der ästhetischen Medizin erfahren Sie in unserem Fachbeitrag.
Vorbereitung der AEVIJU Anwendung
Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend für ein optimales Behandlungsergebnis und die Patientensicherheit. Dies umfasst sowohl die Bereitstellung des Materials als auch die professionelle Vorbereitung des Patienten. Jeder Schritt, von der Aufklärung bis zur Desinfektion, muss den höchsten Standards entsprechen. Aus der Erfahrung von Anwendern wissen wir, dass ein strukturierter Ablauf die Effizienz und Sicherheit der Behandlung deutlich erhöht.
Benötigtes Material und Produktprüfung
- Eine Fertigspritze AEVIJU oder AEVIJU Plus.
- Feine Injektionsnadeln, typischerweise 30G oder 32G.
- Hautdesinfektionsmittel und sterile Tupfer.
- Einmalhandschuhe für den Anwender.
- Optional: Eine topische Anästhesiecreme.
- Vor jeder Anwendung sind das Verfallsdatum und die Unversehrtheit der sterilen Verpackung zu überprüfen.
Patientenaufklärung und Asepsis
Vor der ersten AEVIJU Anwendung ist eine umfassende Anamnese und Aufklärung des Patienten unerlässlich. Klären Sie über den Wirkmechanismus, die erwartbaren Ergebnisse, mögliche Nebenwirkungen und den Behandlungsablauf auf. Dokumentieren Sie die Einwilligung. Das Behandlungsareal muss gründlich gereinigt und desinfiziert werden, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Strikte aseptische Bedingungen während der gesamten Prozedur sind obligatorisch.
Das empfohlene AEVIJU Injektionsschema
Das AEVIJU Injektionsschema ist flexibel und sollte an die individuellen Bedürfnisse des Patienten und das zu behandelnde Areal angepasst werden. Die Injektion erfolgt in der Regel intradermal. Ziel ist eine gleichmäßige Verteilung des Produkts in der Dermis, um eine flächige Biostimulation zu erreichen. Die Wahl der Technik hängt von der Erfahrung des Anwenders und der spezifischen Indikation ab. Eine Übersicht über verschiedene Mesotherapie-Techniken bietet weiterführende Informationen.
Injektionstechnik: Nappage und Mikro-Papeln
Für die AEVIJU Skinbooster Anwendung haben sich zwei Techniken in der Praxis bewährt. Die Nappage-Technik, bei der oberflächliche, schnelle Injektionen in kurzen Abständen gesetzt werden, eignet sich gut für größere Areale wie Wangen oder Stirn. Worauf sollten Praxen achten? Für Bereiche mit dünnerer Haut, wie die periorbitale Region, oder zur gezielten Behandlung feiner Linien wird häufig die Mikro-Papel-Technik bevorzugt. Hierbei werden kleine Depots des Produkts direkt in die obere Dermis injiziert.
Behandlungsareale und Dosierungsempfehlung
Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Behandlungsareals und dem Hautzustand. Als allgemeine Richtlinie kann eine Spritze (2 ml) für das gesamte Gesicht verwendet werden. Für eine kombinierte Behandlung von Gesicht, Hals und Dekolleté sind oft 2 bis 3 Spritzen erforderlich. Die Injektionspunkte sollten in einem Abstand von etwa 1 cm gesetzt werden, um eine homogene Verteilung zu gewährleisten. Eine präzise Anpassung der Dosierung ist für ein natürliches Ergebnis entscheidend.
Aeviju Plus Anwendung: Was ist der Unterschied?
Die AEVIJU Plus Anwendung folgt grundsätzlich demselben Protokoll wie die Standardversion. Der wesentliche Unterschied liegt in der Formulierung: AEVIJU Plus enthält eine höhere Konzentration an Polynukleotiden sowie den zusätzlichen Inhaltsstoff Mannitol, ein Antioxidans. Dadurch eignet es sich besonders für reifere, stärker geschädigte oder sehr trockene Haut, die eine intensivere Regeneration benötigt.
Das Injektionsschema und die Techniken bleiben identisch. Aufgrund der potenteren Formulierung kann jedoch in manchen Fällen das Behandlungsintervall angepasst oder die Anzahl der Initialbehandlungen reduziert werden. Detaillierte Informationen finden Sie in unserem Beitrag zum AEVIJU PLUS Skinbooster Profil oder direkt in der Produktkategorie für AEVIJU.
Behandlungsplan: Sitzungen und Intervalle
- Initialphase: Für ein optimales Ergebnis wird eine Kur aus 3 Behandlungen im Abstand von jeweils 2 bis 3 Wochen empfohlen. Diese Ladephase baut die regenerative Wirkung schrittweise auf.
- Konsolidierung: Nach der Initialphase kann eine vierte Behandlung nach etwa einem Monat sinnvoll sein, um die Ergebnisse zu festigen und zu maximieren.
- Erhaltungsphase: Um die verbesserte Hautqualität langfristig zu erhalten, sind Auffrischungsbehandlungen alle 4 bis 6 Monate angeraten. Der genaue Zeitpunkt hängt von der individuellen Hautreaktion und dem Lebensstil des Patienten ab.
- Individualisierung: Dieses Protokoll dient als Leitfaden. Der Behandlungsplan sollte stets an die spezifischen Bedürfnisse, das Alter und den Hautzustand des Patienten angepasst werden.
Nachsorge und Umgang mit Nebenwirkungen
Eine klare Kommunikation der Nachsorgehinweise an den Patienten ist ein wesentlicher Bestandteil der professionellen Behandlung. Sie trägt dazu bei, das Risiko von Komplikationen zu minimieren und die Zufriedenheit zu erhöhen. Typische Reaktionen nach der Injektion sind meist mild und vorübergehend.
Direkte Post-Treatment-Hinweise
- Für 12-24 Stunden auf das Auftragen von Make-up verzichten.
- Intensive Sonneneinstrahlung, Solarium und Saunabesuche für die nächsten 3-5 Tage meiden.
- Auf anstrengende sportliche Aktivitäten für 24 Stunden verzichten.
- Das Behandlungsareal sanft reinigen und auf aggressive Peelings oder Produkte verzichten.
Umgang mit typischen Reaktionen
Unmittelbar nach der AEVIJU Anwendung können leichte Rötungen, Schwellungen oder kleine Papeln an den Injektionsstellen sichtbar sein. Diese Reaktionen sind normal. Sie klingen in der Regel innerhalb von 24 bis 72 Stunden von selbst ab. Kleinere Hämatome sind ebenfalls möglich, verschwinden aber nach wenigen Tagen. Weisen Sie Ihre Patienten an, sich bei unerwarteten oder länger anhaltenden Reaktionen umgehend bei Ihnen zu melden.
Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Verfahren
Die AEVIJU Skinbooster Anwendung lässt sich hervorragend in umfassendere ästhetische Behandlungskonzepte integrieren. PDRN-basierte Produkte können die Haut optimal auf andere Verfahren vorbereiten, indem sie die Regenerationsfähigkeit verbessern. Sie können auch die Ergebnisse anderer Behandlungen ergänzen und verlängern.
Eine Kombination mit Microneedling, nicht-ablativen Laserbehandlungen oder oberflächlichen chemischen Peelings ist häufig sinnvoll. Aus unserer Erfahrung hat es sich bewährt, einen Abstand von 2-4 Wochen zwischen den verschiedenen Behandlungen einzuhalten. Der Vergleich von PDRN mit Hyaluronsäure-Skinboostern zeigt zudem Synergiepotenziale auf.
Häufig gestellte Fragen zur AEVIJU Anwendung
Was ist der Hauptunterschied bei der Aeviju Plus Anwendung?
Die Aeviju Plus Anwendung zielt auf eine intensivere Regeneration und einen stärkeren Lifting-Effekt ab. Es enthält eine höhere Konzentration an Polynucleotiden (PN) als das klassische Aeviju. Dies macht es besonders geeignet für reifere Haut oder stärker ausgeprägte Alterungszeichen.
Wie tief sollte Aeviju laut offiziellem Injektionsschema injiziert werden?
Aeviju wird typischerweise in die oberflächliche bis mittlere Dermis injiziert. Das empfohlene Aeviju Injektionsschema sieht multiple kleine Bolusinjektionen vor. Halten Sie sich für präzise Ergebnisse und maximale Sicherheit stets an die detaillierten Vorgaben des Herstellers.
Wie viele Sitzungen umfasst ein typischer Behandlungszyklus mit Aeviju?
In der Praxis hat sich ein Protokoll von 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von 2 bis 3 Wochen bewährt. Dieser Zyklus stimuliert die zelluläre Regeneration nachhaltig. Eine Auffrischungsbehandlung kann nach etwa 6 Monaten empfohlen werden, um das Ergebnis zu erhalten.
Kann die Aeviju Anwendung mit einem Fadenlifting kombiniert werden?
Ja, eine Kombination ist möglich und zur umfassenden Verbesserung der Hautqualität sogar sinnvoll. Die Aeviju Skinbooster Anwendung sollte idealerweise vor dem Fadenlifting erfolgen. Planen Sie einen Abstand von mindestens 2 bis 4 Wochen zwischen den Behandlungen ein.
Welche Hautreaktionen sind direkt nach der Aeviju Anwendung normal?
Unmittelbar nach der Injektion sind leichte Rötungen, kleine Papeln oder minimale Schwellungen zu erwarten. Diese Reaktionen sind eine typische Beobachtung im Behandler-Alltag. Sie klingen in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig von selbst ab.
Gibt es ein spezielles Aeviju Plus Protokoll für den periorbitalen Bereich?
Für den sensiblen periorbitalen Bereich wird oft ein angepasstes Aeviju Plus Protokoll empfohlen. Hierbei werden geringere Mengen pro Injektionspunkt verwendet. Eine fächerförmige Technik mit einer feinen Kanüle kann das Risiko von Hämatomen in diesem Areal minimieren.
Glossar: Wichtige Begriffe zur AEVIJU Anwendung
- Biostimulation
- Anregung körpereigener Prozesse zur Regeneration der Haut. Aeviju fördert gezielt die Kollagen- und Elastinproduktion für eine verbesserte Hautstruktur.
- Erythem
- Eine vorübergehende, oft fleckige Hautrötung nach der Injektion. Sie ist eine normale Reaktion des Gewebes auf die Behandlung und klingt meist schnell wieder ab.
- Fibroblasten
- Schlüsselzellen des Bindegewebes, die Kollagen und Elastin produzieren. Die Aeviju Anwendung stimuliert diese Zellen zur Neubildung von Strukturproteinen.
- Injektionsschema
- Ein festgelegter Plan, der Injektionspunkte, -tiefen und -mengen pro Areal definiert. Es sichert standardisierte, reproduzierbare Ergebnisse bei der Aeviju Anwendung.
- Intradermal
- In die Haut (Dermis) hinein. Aeviju wird intradermal injiziert, um die Wirkstoffe direkt an den Zielstrukturen wie den Fibroblasten freizusetzen.
- Kollagensynthese
- Der biologische Prozess der Kollagenbildung in der Haut. Skinbooster wie Aeviju zielen darauf ab, diese Synthese anzuregen und die Haut zu festigen.
- Ödem
- Eine leichte, temporäre Schwellung im Behandlungsareal durch Flüssigkeitsansammlung. Dies ist eine häufige und harmlose Reaktion nach einer Injektion.
- Polynucleotide (PN)
- Hochgereinigte DNA-Fragmente, die als Biostimulatoren wirken. Sie regen die Zellregeneration an und sind der Hauptwirkstoff in Aeviju Skinboostern.
- Skinbooster
- Injektionspräparate zur tiefenwirksamen Hydratation und qualitativen Verbesserung der Haut. Sie wirken oft biostimulierend, anders als klassische Filler.